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13.01.20

Irène

Es muss auch einmal erwähnt werden: Da sperrt sich der Chefredakteur alljährlich zu Weihnachten in seine Dunkelkammer und lässt Frau und Kinder alleine am geschmückten Christbaum hängen - also herumhängen - und ordnet das Jahresdurcheinander der Berichte, korrigiert sie und kreiert ein Titelbild. Danach layoutet er das ganze und druckt für jeden Parcourer ein persönliches Exemplar. Seit 21 Jahren schon.
Um sich von den Strapazen dieses gewaltigen Unterfangens zu erholen ist er anschliessend für eine Woche in die Büdner Berge gefahren und hat wiederum geholzt was des Zeug hält, wie immer mit seinem Mitstreitern des Waldprojekts (aktuell mit einem Bild unseres Chefredaktors) in Trin. Eigentlich müsste das schmucke Dorf im Oberland ohne Bäume sein, da dies fast im Halbjahr-Rhythmus geschieht. Auf Anfrage der Redaktion versicherte der Revierförster, dass nur kranken Bäume abgeholzt würden und er sich noch mehr solche stämmige Kerle wie der Bucher wünscht. Da er nur mit Holzen zu wenig Energie verbrauchte hat er auch noch an einem siebenstündigen Hochgebirgsmarsch mit Schneeschuhen teil. Schon der Gedanke daran lässt den Schreiber akut ermüden.
Hauis waren über die Festtage im Savognin und genossen das überaus schöne Winterwetter nebelfrei nachdem sie zuerst Weihnachten bei ihren Kinder mit dem Enkelkindern gefeiert haben. Trotz der vielen Feierlichkeiten hat Peti kaum zugenommen. Frauen sind ja immer etwas vernünftiger, nur so nebenbei. In den Anfangszeiten des Parcours besuchten die Sportlerrunde Hauensteins in Savognin und setzten mit Rita ein riesiges Puzzle zusammen, das so aufwändig war, dass sie gar dort schliefen, inklusive Erika…. Nun haben Irène und Hansruedi sich wieder aufgemacht und die beiden dort besucht. Sie wurden reichlich belohnt mit Sun, Fun und Schnee.
Vorher verbrachten Busseneckers die Feiertage mit Gästen, wobei Irène mit einigen davon in der Küche stand, ganz nach dem Motto 'Viele Köche verderben den Brei' gab es Koordinationsprobleme, die aber Irène meisterlich löste. Nächstes Jahr sind sie sicher irgendwo unterwegs.
Die Forchstrasse war nach drei Jahren Pause wieder in Lausanne. Die Opéra de Lausanne führte einen weitere Operette von Jacques Offenbach auf anlässlich seines 200. Geburtstages. La belle Hélène wurde aufgeführt. Sehr speziell, Schampi musste sich erst daran gewöhnen, aber rückblickend wirklich einzigartig. Man stelle sich vor, der Regisseur singt den Menelaos, kann aber etwa so gut singen wie Schampi, dann waren die Kostüme total überzeichnetes Rokoko, aber die Musik blieb grandios. Irène unsere Kulturfachfrau hat die Übertragung im ARTE rasch wieder verlassen, da sie ihr zu langweilig war.

Zum Schluss noch ein kleines Dessert aus der Waldschenke Altberg:

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22.06.2022
CHAOSCombo