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10.08.26

Rita

Wie jedes Jahr Anfangs August fand wieder der von der Zürcher Regierung massiv unterstützte Sommer-Fasnachtumzug, besser bekannt unter dem Pseudonym Street-Parade, statt. Geschätzte 900'000 so genannte Raver zogen von der Utoquai-Badi unter dröhnendem Humpa-Humba-Täterä, allerdings mit noch weniger Text und auf das Beat-Minimum reduziert, dafür umso lauter, bis zum Bahnhof Enge, umsäumt von Verkaufsständen, Sanitäranlagen und Rettungs-Rambo-Stellungen, deren Sirenen leider im dumpfen Bass untergegangen sind - deshalb sollen zahlreiche Sanitäter mit einem Burnout krank geschrieben worden sein. Trotz maximalem Einsatz der Putz-Equipen soll die Strecke immer noch mit einem starken Urin-Odeur belegt sein, was aber verständlich ist. Man stelle sich vor: Umgeben von 50'000 Mitfeiernden stehend oder hüpfend bemerkt man ein natürliches Bedürfnis, aber wie soll man vor dem Platzen der Blase ein mobiles WC erreichen, bis dahin wäre der Urin eh verdunstet und die Blase voller Harnsteine. Es muss aber auch positiv vermerkt werden, dass der Anlass überaus friedlich über die Bühne ging - man stelle sich nur eine kleine feiernde Fussball-Fan-Gemeinde dazu vor.
Ein ungleich bedeutenderes Fest war am Montag in Bülach fällig: Ritas Geburtstag. Peti plante eigentlich eine Einladung im venezianischen Stil, damit seine liebe Frau entspannt ihr Wiegenfest geniessen könne, war aber nix, da sie immer noch selber die Kontrolle haben will. Sie organisierte einen Störkoch mit Familie, die gemeinsam für die zahlreichen Gäste die Speisen ad hoc zubereiteten, für die Tranksame blieb Peti zuständig. Dank dem schönen Wetter wurde der Swimmingpool von sehr jung bis älter benutzt bis der Heisshunger überhand nahm, die sehr älteren blieben am Tisch und plauderten, diese hielten auch die Stellung bis zum späten Abend. Es soll Gäste geben, die sich schon jetzt für den nächsten Geburtstag vormerken liessen.
Die Forchstrasse durfte wieder einmal eine Bootstour auf dem Zürichsee geniessen, die fast abgesagt werden musste, weil der Seespiegel sich um 30 cm verringerte (was 27'000 m3 Wasser entspricht) und man nicht sicher war ob es noch möglich war, das Schiff zu wässern. War es und so genossen sie trotz bedecktem Himmel den Ausflug bis vor die Federerschen Gestade, wo die Damen gar noch etwas herumschwammen. Es waren ferienbedingt nur wenige Boote unterwegs und daher die Wasseroberfläche zT spiegelglatt - ein seltener Anblick.
Am 08. August fand auch das wohl einzige Seenachtsfest in der Schweiz mit einem grandiosen Feuerwerk in Rapperswil statt - trotz zahlreichen Unkenrufen und Protesten traten keine Waldbrände oder Seefeuer auf und die Festivität ging bis in die frühen Morgenstunden.

Das war's auch schon, bis auf den Witz:
Es klingelt, ein Bettler steht vor der Tür: "Verzeihen sie, hätten sie vielleicht ein Stück Kuchen für mich?"
Antwortet die Frau: "Na, hören sie mal, können sie nicht mit einem Butterbrot zufrieden sein?"
"Normalerweise schon, aber heute habe ich Geburtstag!"

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13.08.2026
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